Kochen

Die besten Schokoladenhersteller der Welt

SchokoladeJonny Depp und Juliette Binoche. Ihr gemeinsamer Film ‚Chocolat‘ aus dem Jahr 2000 hat die Wiedergeburt der Schokolade gehörig befördert. Diese Komödie voller Witz und Weisheit zeigt, was der Genuss von Schokolade bewirken kann. Eine ganze Kleinstadt verfällt den verführerischen Pralinés der Vianne Rocher. Die kleinen Köstlichkeiten wecken die verschütteten Sehnsüchte der Menschen. Sie verleihen ihnen Sinnlichkeit und Selbstbewusstsein.

Die Mischung aus Schokolade und Lebensfreude, die in ‚Chocolat‘ so zauberhaft dargestellt wird, ist keine Erfindung von Hollywood. Schokolade macht tatsächlich glücklich! Kakao enthält viele Substanzen, die für Körper, Geist und Seele sehr wert-voll sind.

Kakao enthält zum Beispiel Endorphin und PEA. Chemische Verbindungen, die das zentrale Nervensystem stimulieren und die natürlichen Opiate in unserem Körper anregen. Die Folge sind gute Laune, Gelassenheit und Euphorie. Darüberhinaus weist Kakao Theobromin auf. Dieser Stoff findet sich auch in den Früchten des Kolabaums und des Matestrauchs. Er kann in hoher Dosis Rauschzustände auslösen. Wie Koffein hält er wach und macht munter.

Schokolade ist also streng genommen ein Fall für die Drogenfahndung. Zumindest gilt das für die dunkle Bitterschokolade, in der der Kakaoanteil noch angemessen hoch ist. In der industriell gefertigten Vollmilchschokolade findet sich dagegen nur noch ein kleiner Rest der natürlichen Substanzen. Die Bitterstoffe werden hier durch große Mengen Zucker ersetzt. Diese Produkte verursachen Übergewicht und damit auf lange Sicht Depressionen.

Firmengründer Josef ZotterChocolatiers müssen dagegen glückliche Menschen sein (Im Bild rechts: Josef Zotter, Gründer der Zotter Schokoladen Manufaktur in Österreich). Sie befinden sich im permanenten Rauschzustand. Selten trifft man Handwerker, die mit einer derartigen Begeisterung über das eigene Produkt sprechen. „Spiegelt euch in ihr. Hört den reinen Klang. Atmet ihre Aromen. Kaut sie mit allen Papillen“, formuliert ein Schokoladen-macher aus Italien. Und sein Kollege aus Belgien dichtet: „Eine Ur-Energie betört die Sinne. Weiß und Schwarz, Würze und Sünde, Linien und Kurven verschmelzen ineinander“.

So reden vor allem die jungen Wilden in der Schokoladenszene. Sie erheben ihr Produkt zum Kult. Indem sie es radikal herabbrechen auf die Urstoffe der Natur. Auf die Substanzen, mit denen die Azteken-Könige einst den ‚Trank der Götter‘ anrührten. Wie die Schöpfer großer Weine jonglieren sie mit Lagen, Sorten und Ernten. Mit diesem Anspruch haben die kleinen Manufakturen in Europa die Branche aufgerüttelt und eine spannende Suche nach dem wahren Schokoladengenuss begonnen.

GOURMET GLOBE hat die wichtigsten Schokoladenhersteller getestet. Hier das Ergebnis. Das sind die Besten der Welt:

Charlemagne Chocolatiers (Belgien)

Die Produkte von Charlemagne findet man rund um den Globus. Schoko-Boutiquen in New York, London, Wien oder Paris führen die Marke aus dem belgischen Herstal. Spezialität der Firmenchefin Denise Courant Bellefroid sind die ‚Topsy Turvey‘. Kleine quadratische Täfelchen, die es in elf verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt, von Ginger über Jasmin bis zu Café Croquant.

Le Chocolatier Manon (Belgien)

„Jedes einzelne Stück wird gearbeitet wie ein seltener Diamant“! So wirbt Maitre Ma-non für seine Schokoladenkreationen. Der Chocolatier aus Brüssel darf sich seit 1995 ‚Meilleur Chocolatier de la Belgique‘ nennen. Seine Pralinen und Tafeln sind preisgekrönt: auf den ‚Fancy Food Shows‘ in New York, Chicago, Atlanta und Brüssel verwiesen sie die Konkurrenz auf die Plätze.

Die Herzen von Pierre MarcoliniPierre Marcolini Chocolatier (Belgien)

Auch Marcolini setzt Schokolade mit kostbaren Steinen gleich. „Wer unsere Schokolade kauft, soll das Gefühl bekommen, reich beschenkt worden zu sein!“ Das Firmenlogo, eine Kakaobohne, gestaltet wie ein wertvoller Edelstein, unterstreicht diesen Anspruch. Seine Produkte, verpackt in puristisches Schwarz-Weiß, werden ausschließlich aus der Criollo gefertigt. Wer etwas über Schokolade lernen will, sollte die Kollektion ‚World Flavours‘ erstehen. Die Stücke bestehen aus dem Kakao der sieben wichtigsten Plantagen der Welt. Im Bild links die berühmten 'Coeurs' von Marcolini, Pralinen aus Schokolade, Caramel und Früchten.

Confiserie Coppeneur et Compagnon (Deutschland)

Am Fuße des Siebengebirges entsteht die beste Schokolade Deutschlands. Oliver Coppeneur und Georg Bernardini können sich mit den Großen ihres Metiers jederzeit messen. Ihre Schokolade hat Weltniveau! Das umfangreiche Sortiment reicht von feinen Truffes-Pralinés über Trinkschokolade bis zu Tchocolatl am Stiel. Zu dem kreativen Angebot zählt auch eine Schokolade á la Witzigmann. Der ‚Koch des Jahrhunderts‘ (Gault Millau) hat sie zusammen mit den Spezialisten aus Bad Honnef kreiert. Sie besteht aus über 70 Prozent Madagaskar Kakao und aus Mallorquinischen Orangen.

Amedei (Italien)

Von der Bohne bis zum Riegel gehören die Geschwister Cecilia und Alessio Tessieri zu den Besten der Welt. Das hat die ‚Academy of Chocolate‘ in London 2008 einmal mehr festgestellt. Ihre Firma ‚Amedei‘ in der Nähe von Pisa, gewann zum dritten Mal die ‚Golden Bean‘. Bekannt sind die Toskaner für ihre Zartbitterschokolade, die bis zu 72 Stunden conchiert, also gerührt, erwärmt und entfeuchtet wird. Das Resultat nennt sich ‚Toscana Black–I Cru‘. Schokolade mit einer „ungezähmten Persönlichkeit und einem entschiedenen Geschmack“. 

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