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Äpfel: Pflückreife ist nicht gleich Genussreife

aepfelDie Apfelernte hat begonnen. Mit den Frühsorten wie Delbarestivale, Roter Gravensteiner und Jamba beginnt die Saison. Die Haupternte startet Ende August. Dann sind die beliebten Sorten Elstar und Gala reif. Etwas später werden Jonagold, Jonagored und Braeburn geerntet, die ebenfalls zu den zehn meistgekauften Sorten gehören. Zu den größten Anbaugebieten zählen übrigens das Alte Land bei Hamburg und die Bodensee-Region.

Äpfel aus heimischen Anbaugebieten sind beliebt und der Wunsch nach Regionalität steigt. Die Apfelbranche reagiert und passt die bestehenden Anbauflächen, insbesondere für Elstar, Gala und Braeburn, den Verbrauchwünschen an. Auch auf neue Varietäten wie Junami, Kanzi, Rubens und Red Prince setzen viele Erzeuger. Dabei handelt es sich um Kreuzungen und Sorten, die speziell an den aktuellen Konsumentengeschmack angepasst wurden: süßsäuerlich und schön saftig!

ApfelernteNicht in jedem Jahr ist das Angebot heimischer Äpfel gleich groß. Die Schwankungen im Ertrag nennen Experten auch Alternanz: Apfelbäume tragen in einem Jahr viele Früchte, im darauffolgenden wieder weniger.

Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte zu finden, ist eine besondere Herausforderung. Dabei helfen die Anbauberater der Erzeugerorganisationen. Sie prüfen die Reife anhand verschiedener Kriterien wie Größe, Zuckergehalt und Ausfärbung. Dann geben sie Empfehlungen ab, die die Apfelbauern bei ihrer Arbeit unterstützen.

Aufgepasst: Pflückreife, also wann der Apfel gepflückt werden kann, und Genussreife sind nicht dasselbe! Es gibt Sorten, die erst eine Zeit lang gelagert werden müssen, um ihr volles Aroma auszubilden. Erst dann sind sie genussreif und kommen in den Handel. Frühsorten wie Delbarestivale schmecken übrigens direkt vom Baum - bei ihnen fallen Pflück- und Genussreife zusammen.

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