Kochen

Der weiße Tee und das ewige Leben

teeEr zählt zu den wertvollsten Tee-Sorten der Welt und trägt geheimnisvolle Namen wie "Weiße Pfingstrose", "Wassergeist" oder "Silbernadel".  Seinen Namen verdankt er dem weißen, seidenartigen Flaum, der die jungen Knospen umschließt. Die Rede ist vom weißen Tee.

Schon im 11. Jahrhundert vor Christus hatte das liebliche Aroma des bái chá die Chinesen verzaubert. Die kostbaren Teeblätter galten im Reich der Mitte als unverzichtbarer Bestandteil eines Elixiers, das Unsterblichkeit verleihen sollte. Mythen und Legenden zufolge soll weißer Tee lebensverlängernde Kräfte besitzen.

Wissenschaftliche Studien untermauern die These der alten Chinesen. Das besondere am bzw. im weißen Tee ist der hohe Gehalt an Polyphenolen. Sie gehören zu den hochwirksteepflueckerinamen Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen und das Immunsystem stärken. Die Chinesen sagen dem weißen Tee auch eine blutdrucksenkende Wirkung nach. Außerdem ist weißer Tee – ebenso wie grüner und schwarzer Tee – ausgesprochen anregend und fördert die Konzentration.

Ursprünglich kommt der weiße Tee aus den Bergregionen der Provinz "Fujian" im Süden Chinas. Inzwischen wird er in fast allen bedeutenden Teeregionen der Welt angebaut. Neben China zum Beispiel auch in Assam, Darjeeling, Nilgiri, Sri Lanka, Malawi und Kenia. Der Charakter des Tees kann sich von Region zu Region allerdings sehr unterscheiden.

Am bekanntesten ist die großblättrige Sorte Pai Mu Tan, zu Deutsch „weiße Pfingstrose“. Die hochwertigste Sorte ist der Yin Zhen. In unseren Gefilden wird sie „Silbernadel“ oder auch „Silvery Pekoe“ genannt. Für diese Spitzenqualität, werden nur besonders schöne und aromatische Triebe des Big White Tea Bushs gepflückt. Der Preis für den Yin Zhen liegt bei bis zu 20 Euro pro 100 Gramteepflanzem.

Seinen milden Geschmack erhält der weiße Tee durch die schonende Licht- und Lufttrocknung. Bei der Ernte werden nur die ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs gepflückt - und zwar einzeln per Hand. Für ein Kilo fertigen Tee sind 30.000 Knospen notwendig.  Anschließend werden die Knospen auf  großen Trockengestellen bei schwachem Tageslicht luftgetrocknet. Danach kommen sie in große Körbe, werden kurz erhitzt und trocknen noch einmal an der Luft.

Tipp: Da weißer Tee nicht bitter wird, können die Blätter in der Kanne bleiben - und sogar ein zweites Mal mit heißem Wasser aufgegossen werden.

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