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Walnuss - Gesundheitspaket zu Weihnachten

walnuesseDie Walnuss (Juglans regia) stammt aus Südosteuropa und Mittelasien. Sie kam über Griechenland zu den Römern, und damit schließlich zu uns. Den Römern haben wir auch den Namen zu verdanken, denn die Römer wurden auch als "Walchen" oder "Welsche" bezeichnet. Aus der „welschen Nuss“ bzw. dem "Walchbaum" wurde im 18. Jahrhundert der Walnussbaum.

Heute findet man die Walnuss in allen mild-gemäßigten Klimazonen der Erde. Die wichtigsten Erzeugerländer sind USA und China. In Europa sind Frankreich, Griechenland und Italien führend. Die deutsche Ernte stammt überwiegend aus dem Hausgarten-Anbau und wird über Wochenmärkte abgesetzt.

Die Walnuss ist ein stattlicher Baum mit einem Kronendurchmesser von bis zu 12 Metern. Besonders in Süddeutschland war es Sitte einen Walnussbaum an der Toreinfahrt der Bauernhöfe als Hausbaum zu pflanzen. Begehrt sind nicht nur die Früchte, sondern auch das Holz. Es wird für besonders schöne und wertvolle Tischlerarbeiten verwendet.

Ernte und Lagerung

Die Ernte der Walnüsse ist aufwändig, da nicht alle Früchte gleichzeitig reifen. Wenn die grüne fleischige Hülle aufplatzt, gibt sie den Kern in der holzigen Schale frei. Die Walnuss darf nicht zu lange im feuchten Gras liegen, da die Schale sonst schwarz wird und Pilze in den Kern eindringen können.

Nach dem Aufsammeln müssen die Nüsse luftig gelagert werden. Erst wenn sie vollständig trocken sind, können sie abgepackt und an einem kühlen, trockenen und luftigen Ort aufbewahrt werden. Man kann sie auch in der Nähe eines Ofens trocknen, jedoch sollte die Temperatur nicht über 30° C liegen, da das Walnussfett schnell ranzig wird. Walnüsse sind geruchsempfindlich. Sie sollten nicht zusammen mit geruchsintensiven Lebensmitteln gelagert werden.

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Selbstverständlich dürfen die Nüsse nicht schimmelig oder ranzig sein. Ein grau-gelber Kern weist auf ranziges Fett hin. In einigen Erzeugerländern werden die Nüsse gebleicht, denn das in der äußeren Fruchtschale enthaltene Tannin färbt die Nussschale dunkel, die dadurch unansehnlich wird.

Die Qualität wird durch eine dunklere Nussschale allerdings nicht beeinträchtigt. Bei Bionüssen und Nüssen aus Deutschland ist das Bleichen verboten. Der Preis für Walnüsse ist umso höher, je größer die Nuss ist. Verwenden Sie keine Nüsse mit Schimmelpilzbefall. Denn die Schimmelpilze bilden Giftstoffe wie Aflatoxine, die Krebs erregend sind.

Inhaltsstoffe

Die Walnuss besteht zu zwei Dritteln aus Fett. Trotz ihres hohen Fettgehaltes sind die Nüsse wahre Gesundheitspakete. Wie Forscher der Universität Barcelona feststellten, führt der Genuss von etwa 50 Gramm Walnüssen zu einer Senkung des Cholesterinspiegels und verbessert die Elastizität der Arterien. Dies wird auf den relativ hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren zurückgeführt.

Vor allem frische Walnüsse, die unmittelbar nach der Ernte verzehrt werden, enthalten reichlich gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe. Keine andere Frucht kann mit ihrem Gehalt an Ellagsäure mithalten. Dieser Gerbstoff stimuliert die Abwehrkräfte, bekämpft freie Radikale und hemmt die Entstehung von Krebs.

Die Nüsse sind außerdem reich an blutdrucksenkendem Kalium, Magnesium, Kupfer sowie Zink, das der Zellerneuerung dient. Wer bei der Arbeit harte Nüsse zu knacken hat, sollte hin und wieder eine essen, denn die in Walnüssen enthaltenen B-Vitamine stärken die Konzentrationsfähigkeit.

Obwohl Walnüsse mit 663 kcal pro 100 Gramm wahre Kalorienbomben sind, konnte in Studien festgestellt werden, dass ein Nussverzehr von unter 60 Gramm pro Tag keinen Einfluss auf das Körpergewicht hat. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung dürfen 25 Gramm Nüsse als eine „5-am-Tag“-Portion angerechnet werden.

Quelle: Infodienst Landwirtschaft

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