Reise

Kempinski „Das Tirol“: Cocooning in Jochberg

Kaminfeuer in der HotelhalleWie zieht ein Prinz seine Skischuhe an? Nun, er hat für jede Schnalle einen Helfer. Kein Scherz! Vor Maha Vajiralongkorn knien jeden Morgen sechs Diener und arbeiten an den Tücken des ungewohnten Schuhwerks. Ein wahrhaft exotisches Bild. Der thailändische Kronprinz ist Gast in der 5 Sterne-Herberge „Das Tirol“ in Jochberg, der neuen Perle im Kempinski-Reich.

Der Prinz residiert mit seiner Entourage auf einer komplett für ihn reservierten Etage. Er kann es sich leisten! Kempinski gehört zu über 80 Prozent dem „Crown Property Bureau“ in Bangkok, also der thailändischen Königsfamilie. Die älteste Hotelgruppe Europas, erwachsen aus einer kleinen Weinhandlung in der Berliner Friedrichstraße, ist heute in 30 Ländern präsent und betreibt dort 67 Fünf-Sterne-Häuser.

Mit dem neuen Hotel in Jochberg, zehn Kilometer südlich von Kitzbühel gelegen, füllt das Unternehmen einen weißen Fleck auf der Landkarte. „Das Tirol“ ist nämlich das erste Kempinski in Österreich! Noch in diesem Jahr soll das Engagement ausgebaut werden: am Schottenring, dem berühmtesten Boulevard Wiens, wird der Konzern das „Palais Hansen“ eröffnen. Das historische Gebäude wird derzeit zur Luxusherberge umgebaut. Es erhält 150 Zimmer, 18 Penthouse-Suiten und zwei Restaurants.

Kempinski-Hotel Das Tirol In Jochberg, wurden 6,5 Millionen Euro investiert, um aus dem etwas spröden und kantigen „Royal Spa Kitzbühel“ der Vienna International AG ein Kempinski zu machen. Henning Reichel übernahm diese Aufgabe. Der gebürtige Norddeutsche, der  sein Handwerk im Brenner’s Park-Hotel in Baden-Baden gelernt hatte, gab den Auftrag, den „Charme der Tiroler Berge“ ins Haus zu holen. Die Innenarchitekten kombinierten daraufhin alpenländisches Material mit erdigen Farben. Heute dominieren Holz, Leder und Loden das Interieur. Entstanden ist ein „modernes schickes Ambiente mit einem warmen alpinen Charakter“, so das Resümee des 39jährigen Hoteldirektors.

Kulinarisch wurde ebenfalls umgebaut und aufgerüstet. Das „Steinberg“, das bodenständige Kost wie Milchlamm und Bachforelle bietet, bekam mit dem „Sra Bua“ eine asiatische Alternative. „Sra Bua“ – so heißt auch das Thai-Restaurant von Henrik Yde Anderson im Kempinski in Bangkok. An das Niveau des dänischen Sternekochs kommt die Jochberger Ausgabe zwar noch nicht heran, aber der Anspruch wurde mit dem Namen zumindest schon mal formuliert.

Die Karte des „Sra Bua“ wurde von Wini Brugger konzipiert. Der gebürtige Tiroler hat es in Wien mit dem „Indochine 21“ am Stubenring zu einer Berühmtheit gebracht. Er ist in Österreich die Autorität für asiatische Küche. Dank seiner Ideen lassen sich nun auf 1.000 Meter Höhe Tuna-Sashimi auf geeister Wassermelone, Glücksrolle mit Ingwerdip oder Yuu’n Mee-Kokosgarnelen genießen. Wirkt etwas aufgesetzt - zugegeben. Ist aber eine angenehme Alternative zu dem sonst allgegenwärtigen Knödelgejodel.

Ralf GeeseWie wichtig ein hochbewertetes Gourmet-Restaurant für ein Luxus-Hotel ist, zeigen zahllose Beispiele im In- und Ausland. In Deutschland steht hinter fast jedem bekannten Sternekoch eine ambitionierte Hotelkette. Diese Symbiose zahlt sich aus.  Der Koch erhält finanzielle Sicherheit und das Hotel Herrscharen von Feinschmeckern – auch in der Nebensaison.

Dieses Ziel im noch jungen Kempinski zu erreichen, ist die Aufgabe von Küchenchef Ralf Geese (Foto links). Der gebürtige Frankfurter hat das Zeug dazu. Immerhin trägt er bereits zwei „Kochmützen“, verliehen vom ‚Großen Restaurant & Hotel Guide‘.  Und immerhin hat er sein Können beim Drei-Sterne-Mann Harald Wohlfahrt in der „Traube Tonbach“ in Baiersbronn verfeinert. Von Ralf Geese ist also in Zukunft einiges zu erwarten.

Im Winter ist „Das Tirol“ unschlagbar. Es ist das einzige Fünf-Sterne-Hotel in den Kitzbüheler Alpen, das einen direkten Zugang zum Skigebiet hat. Nur wenige Meter (!) vom Skiraum entfernt startet der Wagstätt-Lift und trägt einen auf die Wurzhöhe und von dort nach Pass Thurn oder auf den Pengelstein. Das ist Luxus pur. Das ist ein USP, den verwöhnte Urlauber zu schätzen wissen. Die Gäste der Mitbewerber müssen dagegen jeden Morgen murrend irgendeinen Shuttle besteigen, um Lift und Piste zu erreichen.

Der ultimative Einkehrschwung führt die erschöpften Skifahrer dann in die luxuriöse Nasszelle des Kempinskis. Hier - auf 3.600 Quadratmeter - müssen quälende Entscheidungen getroffen werden. Welcher Pool? Außen, Innen oder Sole? Welche Sauna? Lava, Salz oder Stein? Oder vielleicht doch Heilschlamm im Dampfbad? Vorher ein wenig Kosmetik, Massage oder Physiotherapie? Das Angebot ist uferlos.

Sogar für die Esoterik-Fraktion ist gesorgt. Wer spirituell loslassen will, kann im „Leading Spa of the World“ auf Haki Flow zurückgreifen. Diese Massage empfiehlt sich, wenn sie den Kontakt zu ihrem Körper verloren haben. Mit Holistic Cocooning wiederum können sie ihre Identität stärken. Und Haki purna empfiehlt sich für „kopflastige“ Menschen. Endlich innerer Friede! Himmel und Erde verbinden sich in Jochberg zu einem Ganzen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kempinski.com

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