Reise

Was Flugreisende im Krankheitsfall beachten müssen

Die Tage werden immer kürzer. Die Temperaturen kühler. Die Erkältungswelle greift um sich. Das Verbraucherportal für Fluggastrechte ‚Flightright’ klärt auf, welche Dinge zu beachten sind, wenn man aufgrund von Krankheit flugunfähig ist oder wie kranke Fluggäste sich und Mitreisende während des Fluges schützen können.

Passagiere, die aufgrund von Krankheit partout nicht in der Lage sind zu reisen, können zumindest einen Teil ihres Geldes zurückbekommen. Steuern und Gebühren machen einen signifikanten Teil des Flugpreises aus. Diese Kosten fallen nur an, wenn Reisende wirklich mit dem Flugzeug abgehoben sind. Sollte man also aus gesundheitlichen Gründen die Reise nicht antreten können, so kann man sich diese Gebühren zurückholen. Diese Regelung greift allerdings nicht, wenn man eine Teilstrecke, also bspw. einen Anschlussflug verfallen lässt. Dann hat man de facto die Reise angetreten und kann keinerlei Gebühren zurückverlangen.

Reisende stellen dafür einfach einen Antrag bei den Fluggesellschaften. Doch Achtung: Einige Fluggesellschaften verlangen für die Bearbeitung und Rückerstattung eine Gebühr, die nicht zulässig ist. In einem Urteil des Berliner Kammergerichts zu einem Fall mit Germanwings heißt es am 25.09.2014, dass diese Gebühr „eine unangemessene Benachteiligung der Verbraucher“ ist. Auch Reisevermittler dürfen von Reisenden nach einem Urteil des Landgerichtes Berlin vom 3.08.2016 kein Entgelt dafür verlangen, dass diese ihre Ansprüche auf Erstattung von Steuern und Gebühren abwickeln.

Eine Stornierung ist ebenfalls bei den meisten Airlines kostenlos möglich, je nachdem, welchen Tarif der Reisende gebucht hat. Allerdings unterscheiden sich hier die einzelnen Airlines gehörig: Lufthansa und Air Berlin bieten eine kostenlose Stornierung erst ab der Klasse EconomyFlex an und Ryanair schreibt in seinen AGB, dass eine Stornierung grundsätzlich nicht möglich ist. Zudem verlangt die irische Airline eine Verwaltungsgebühr von 20 Euro, die ebenfalls nicht zulässig ist. „Das ist eine reine Abschreckungstaktik, die dazu führen soll, dass die Verbraucher sich nicht trauen von ihrem Recht Gebrauch zu machen,“ so Flightright.

Sollte man schon vor dem eigentlichen Reiseantritt gesundheitlich angeschlagen sein oder mit einer starken Erkältung das Bett hüten, muss man über die Notwendigkeit der Reise nachdenken. Nicht reisen dürfen Menschen mit ansteckenden Viruserkrankungen und auch Menschen mit Herz- und Lungenkrankheiten sollten es vermeiden, abzuheben.

Grundsätzlich können Fluggesellschaften Reisenden den Flug verweigern, wenn das Bodenpersonal vermutet, dass der Passagier eine ansteckende Krankheit hat oder gesundheitlich nicht in der Lage ist, den Flug zu überstehen. Ryanair zum Beispiel weist darauf ausdrücklich in seinen AGB hin und hat für Krankheiten und Wunden bestimmte Vorschriften: Wer eine Herzattacke hatte, soll 4 Wochen warten, Patienten mit Brust-, Bauch- oder Schädel-Operationen müssen 10 Tage am Boden bleiben und bei Infektionskrankheiten wie den Masern müssen Reisende 7 Tage warten.

Leider ist aufgrund der hohen Flugfrequenz der einzelnen Flieger und der durchgeplanten Abflugzeiten meist kaum Zeit für eine gründliche Reinigung durch das Bordpersonal. Daher sollte jeder Fluggast selbst zum Desinfektionstuch greifen und seinen persönlichen Bereich reinigen. Grundsätzlich sollte jeder auf das körpereigene Immunsystem vertrauen, das bei einem gesunden Menschen mögliche Erreger schnell bekämpft. So ist sicheres Reisen auch während der kalten Jahreszeit für Jedermann gewährleistet.

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