Reise

Ameron Swiss Mountain Resort: Triathletische Genüsse in Davos

AMERON DAVOS SWISS MOUNTAIN RESORTGibt man das Wort „Davos“ bei Google ein, spuckt die Suchmaschine jede Menge Wirtschaft und Politik aus. Über 13 Millionen Treffer! Das Weltwirtschaftsforum ist mit Hilfe cleverer Marketingexperten zum Alter Ego des kleinen Ortes in Graubünden geworden. Trotzdem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man dort auch Skifahren und Wandern kann. Und ... gut essen! Zum Beispiel im Ameron Swiss Mountain Hotel.

Der Bündner treibt – so heißt es – dreimal in der Woche Sport. Ingo Schlösser, General Manager des Ameron Swiss Mountain Resort, hat diese Maxime, typisch für einen zugereisten Dütsche, perfektioniert: er ist bekennender Triathlet geworden. 3,86 km Schwimmen, anschließend 180,2 km Radfahren und zum Schluss noch 42,19 km Laufen – so sieht die Freizeit von Ingo Schlösser aus. Wer mit ihm mithalten will, muss also verdammt fit sein.

General Manager Silvana und Ingo SchloesserDas müssen die Manager der Althoff-Gruppe geahnt haben und haben ihm – als ausgleichendes Element sozusagen - einen zweiten General Manager an die Seite gestellt: seine eigene Ehefrau (Foto rechts mit Ehemann Ingo). Silvana Schlösser führt das Back Office des Ameron Swiss Mountain Resort, ist also für die administrative Seite zuständig, während ihr Mann den Rest des Hotels verantwortet. Diese kongeniale Gewaltenteilung haben die Schlössers hinreichend trainiert. Fünf Jahre lang leiteten sie bereits gemeinsam das Chesa Surlej Hotel in Silvaplana.

Seit 2015 nun das Ameron Swiss Mountain Resort in Davos. Ein Vier-Sterne-Plus Hotel der ganz besonderen Art. Es ist nämlich nicht nur eine Herberge für Skifahrer, Wanderer und Wirtschaftsführer, sondern auch ein Refugium für Kunstliebhaber. 1.000 Exponate machen die Zimmer, Suiten und Restaurants des Hotels zu einer immerwährenden Vernissage. Die ausgestellten Werke reichen von Skulpturen aus Holz und Metall über Ölgemälde, Zeichnungen und Fotografien bis hin zu Holzschnitten und Wandreliefs, die zum Teil extra für das Hotel angefertigt wurden.

Kunst im AMERON DAVOS SWISS MOUNTAIN RESORTDieses ungewöhnliche Konzept schlägt charmant die Brücke zu Davos als Sehnsuchtsort großer Künstler. Anfang des 20. Jahrhunderts kurten viele Geistesgrößen in dem kleinen Bergdorf. Max Frisch zum Beispiel. Der Schriftsteller ließ später seinen Romanhelden Stiller mehrmals Station in Davos machen. Ludwig Kirchner wiederum malte Davos von allen Seiten zu allen Jahreszeiten. Heute erinnert an der Promenade ein Museum an das Werk des Expressionisten. Und ohne Davos gäbe es auch nicht den weltberühmten Roman „Der Zauberberg“. Thomas Mann ließ sich vom Waldsanatorium und der dort erfundenen Liegekur für Lungenkranke inspirieren.

Die Ameron Hotel Collection ist die Smart-Business-Variante der Dachmarke Althoff, zu der Luxushotels wie die Überfahrt am Tegernsee, das Schloss Bensberg bei Köln oder die Villa Belrose in Gassin gehören. Zu Ameron selbst zählen inzwischen elf Hotels im Vier-Sterne-Segment, darunter das „Alpsee Resort & Spa“, das erst vor kurzem zu Füßen des Märchenschlosses Neuschwanstein eröffnet wurde. 2020 soll das Ameron München Motorworld folgen. Es wird gerade für 75 Millionen Euro in die Lokhalle 24 im Stadtteil Freimann integriert. Früher wurden dort Dampf- und Elektrolokomotiven repariert.

Kuechenchef Matthias Brust im Ameron Davos Swiss Mountain HotelAlle Althoff-Hotels haben eine große Gemeinsamkeit: sie stehen für kulinarische Genüsse. In den 5-Sterne-Häusern sorgen dafür Kochgrößen wie Christian Jürgens, der seit sieben Jahren die drei Sterne der „Überfahrt“ am Tegernsee erfolgreich verteidigt oder Joachim Wissler, dessen Wirkungsstätte, das „Vendome“ in Bergisch Gladbach, zu den zwölf besten Restaurants der Welt zählt oder Pietro Volonte, der im Le Belrose in Gassin jeden Tag mediterrane Grand Cuisine vom Feinsten zaubert oder Denis Feix, der im Restaurant Zirbelstube in Stuttgart gerade erst mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde.

In den 4-Sterne-Häusern werden dagegen kleinere Brötchen gebacken. Aber auch sie schmecken! Matthias Brust zum Beispiel kocht im Ameron Swiss Mountain Hotel. Der gebürtige Franke, ehrgeiziger Triathlon-Buddy von Chef Ingo Schlösser, bespielt die Restaurants Cantinetta und Campanello. Der 33jährige lernte in der Überfahrt am Tegernsee. Anschließend folgten Stationen in Flims im Hotel Waldhaus, in St. Moritz im Carlton Hotel und im Schloss Lerbach in Bergisch Gladbach.

Er kam also gut gerüstet nach Davos. An seinem neuen Arbeitsplatz versucht Matthias Brust klassische Gerichte neu zu interpretieren. Eine überaus sportliche Herausforderung! Schließlich versucht das jeder ambitionierte Koch – zwischen Hammerfest und Ierapetra. Und häufig gleicht dieses Bemühen der Quadratur des Kreises. Brust kommt hier die Erfahrung des erfolgreichen Triathleten zu Gute. Mit Ausdauer und Zähigkeit gelingt es ihm immer wieder, den Klassikern der Kochgeschichte neue Seiten abzugewinnen.

DessertDas bündnerisch inspirierte Degustationsmenü, das er im Fine Dining Restaurant „Campanello“ servieren lässt, beginnt mit einem Thunfisch-Saschimi mit Rettich und Avocado, geht dann über zu einer Wachtelessenz und zu Topinambur-Teigtäschchen, die mit Muskat-Kürbis und Pflaume kombiniert werden. Die Hauptspeise besteht aus pochiertem Zander mit Blumenkohl und Röstkartoffeln und einem Rehrücken-Ragout mit Maroni, Rosenkohl und Schupfnudeln. Abgerundet wird das Dinner mit einem Dessert aus grünem Tee, Joghurt und weißer Schokolade.

Das Restaurant „Cervolino“ wiederum ist spezialisiert auf Raclette und Käsefondue. Letzteres steht seit den 50er Jahren im Rang eines Schweizer Nationalgerichts. Damals wurde die (oder das) Fondue feierlich in die Armeekochbücher der Alpenrepublik aufgenommen. Die Soldaten brachten das Rezept dann aus dem Militärdienst in den Alltag ihrer Familien. Im „Cervolino“ wird sie je zur Hälfte aus dem Hartkäse Le Gruyère AOP und dem Vacherin fribourgeois aus dem Kanton Freiburg hergestellt. Angereichert mit viel Weißwein. Dazu werden geröstete Steinpilze, Bündner Fleisch und Schnittlauch gereicht. Ein überragender Schleck!

Fotos: © Swiss Mountain Hotel, Chardon Communications (Ehepaar Schlösser) 

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