Man kann sich an der Kulisse einfach nicht satt sehen! Janina Hartwig, als Schwester Hanna im ARD-Quotenhit „Um Himmels Willen“ auf dem Fernsehschirm, ist zum ersten Mal in der Skiregion, von der ihr seit Jahren alle Kollegen vorschwärmen. Seit zehn Jahren liefert sich das ungleiche Paar – die resolute und herzliche Nonne Hanna und der durchtriebene und geschäftstüchtige Bürgermeister Wöller – einen Schlagabtausch nach dem anderen. Allerdings in den neuen Folgen mit neuer Oberin Gaby Dohm.
Selbst im Relais & Chateau Rosa Alpina, wo Janina mit ihren Kindern, der Maskenbildnerin Amelie Hartwig (23) und David Hell (7) Quartier bezieht, ruft Norbert Niederkofler, der mit seinen 4 Mützen und zwei Sternen zu den internationalen Küchenstars gehört, begeistert aus: „Da ist ja die Schwester.“
Und „Novizin Maria“, Kollegin Julia Heinze, hat sie auch gleich noch im Schlepptau. Deren Lebensgefährte Frank Heinrichsen, Marketing Manager bei Ducati Köln und daher Wochenendbeziehung zwischen München und Köln, ist allerdings Alta Badia Spezialist: „Ich bin im März vor 35 Jahren geboren und im April war ich mit meinen Eltern zum ersten Mal hier und seither jedes Jahr, es gibt nichts Schöneres.“ Ebenfalls begeistert: die Schauspieler Steffen Wink mit Kollegin und Freundin Genoveva Meier sowie Michael von Au, letzterer beließ es im Gegensatz zu den beiden anderen allerdings beim Schlittenfahren.
Alta Badia ist bekannt für die in Europa einzigartige Kombination aus grandiosen Skipisten, Dolomiten-Panorama und kulinarischen Highlights – im Tal ebenso wie auf den Hütten. „Sciare con gusto“ – Skifahren mit Genuss – heißt seit Jahren ein Konzept, bei dem internationale Sterneköche wie etwa Martin Fauster aus dem Münchner Königshof, Bobby Bräuer, noch im Petit Tirolia in Kitzbühl oder der Brite Hywel Jones Rezepte liefern. Die dann auf den Skihütten nachgekocht werden.
Lokalmatador Norbert Niederkofler, 2-Sterne-Koch im St. Hubertus im Hotel Rosa Alpina, ist ebenfalls dabei. Zugleich ist der junge Vater und Buchautor aber auch Initiator des Chefs Cup, einem Aufeinandertreffen internationaler Spitzenköche. Nicht nur auf der Skipiste. In diesem Jahr hat er sich eine Novität einfallen lassen: Das Skirennen der Köche am Ende der Weltcup-Piste Gran Risa wurde erstmals als Parallel-Slalom im k.o.-System gefahren. Der Grund: Seit Jahren gewinnt einer der Obauer-Brüder aus Werfen im Salzburger Land das bisher als Riesenslalom ausgetragene Rennen.
Hat aber alles nichts genutzt – auch 2012 siegte Karl Obauer. Im Finale. Gegen Norbert Niederkofler.
Die Idee zum Chefs Cup hatte Niederkofler vor sieben Jahren – als Benefiz-Event für bedürftige Kinder und Jugendliche. Ihm zur Seite stehen die beiden anderen Sterneköche in Alta Badia, Fabio Cucchelli im Restaurant La Siriola und Arturo Spicocchi im Restaurant La Stüa de Michil in Corvara. Denn inzwischen ist aus dem Wochenende eine ganze Woche Chefs Cup geworden. Mit zwei Höhepunkten: dem Skirennen mit zahlreichen Top-Chefs aus Europa und dem Wohltätigkeits-Dinner, dessen Erlös in diesem Jahr der Vereinigung Dynamo Camp zugutekommt. Sie setzt sich weltweit für Kinder und Jugendliche mit schweren oder chronischen Krankheiten ein.
Text: Michael Tempel
















