
| Küche | 6.2 |
| Service | 5.7 |
| Ambiente | 6.5 |
| Küche | 6.5 |
| Service | 6 |
| Ambiente | 6 |
Das „Goldene Kalb“ ist ein Steakhaus mit kulinarischem Anspruch. Unser Rib-Eye (USDA Prime) war zart und saftig, exakt auf den Punkt. Was bei medium-well nicht immer einfach ist. Die Schalotten-Portweinjus ein Genuss. Ebenso der empfohlene Zweigelt vom Weingut Salzl aus dem Burgenland. Einzig die Pommes frites waren etwas einfallslos. Die Dicken aus Belgien hätten besser gepasst.
Verantwortlich für das Timing am Grill ist Reimer Röbel, der sein Handwerk bei Heinz Winkler in Aschau und bei Martin Fauster im Königshof verfeinert hat. Er herrscht über ein Indoor-Ungetüm aus dem Hause „Hajatec“. Nach Maßgabe eines Hamburger Gourmetmagazins „...der wohl gesündeste, beste und innovativste Holzkohlegrill, den es derzeit auf dem Markt gibt.” Dieser Hajatec-Grill hat einen fünfstelligen Betrag gekostet und verleiht nun dem Fleisch einen feinen Rauchgeschmack.
Die Karte ist überschaubar. Für einen Steak-Kenner vielleicht etwas zu überschaubar. Das „Goldene Kalb“ setzt vor allem auf US-Fleisch. Black Angus aus Argentinien, Simmenthaler aus der Schweiz oder Chianina aus Italien werden, wenn überhaupt, nur als „special cuts“ geboten. Neben den Steaks, die man vorher in verglasten Reife-Schränken begutachten kann, bietet das „Goldene Kalb“ Spare Ribs, Wagyu Burger und Rindertartar. Und die Freunde der fleischlosen Lust können zwischen Riesengarnelen und Thunfischtartar wählen.
Das Ambiente erinnert – und das ist wohl auch so gewollt – an die berühmten Steakhäuser in New York. Einfache Holztische, karierte Tischdecken, raue Backsteinwände, weiße Schlachthoffliesen – so ähnlich sieht es auch bei Peter Luger in Brooklyn aus oder im Sparks in Manhattan, wo einst der Mafia-Boss Paul Castello mit Maschinenpistolen niedergestreckt wurde.
So viel Action will das „Goldene Kalb“ nicht bieten. Nein! Auch das Partyvolk soll sich weiter im „Cavos“ tummeln. Die Betreiber Marko Huth und Stefan Schmalschläger, früher selbst im Nachtleben tätig, wollen etwas Bodenständiges schaffen. „Das Goldene Kalb soll ein Klassiker werden“.
(Mehr über Steaks unter: Top-Listen Kochen: Die besten Steaks der Welt)