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Dinner by Heston Blumenthal globe


66 Knightsbridge
SW1X 7LA London
Großbritannien
MAP

Tel
0044 (0)20 72013833

Küche
Britisch

Chef
Ashley Palmer-Watts

Preis
 


Öffnungszeiten
Lunch 12.00-14.30
Dinner 18.30-22.30

Restaurantführer
Tatler: Restaurant 2011
Michelin: 1 Stern


Web
Homepage
Gourmet Globe Rating


Küche 8.9
Service 7.8
Ambiente 8.2
8.6
Hervorragend
User Rating


Küche 5.0
Service 8
Ambiente 9
6.1
Gut
Dinner by Heston Blumenthal

Dinner by Heston Blumenthal

Wo Heston Blumenthal draufsteht, ist Ashley Palmer-Watts drin. Das gilt zumindest für das „Dinner by Heston Blumenthal“ im Mandarin Oriental in London, das im aktuellen Michelin-Guide mit einem Stern ausgezeichnet wurde. Ashley Palmer-Watts ist am Hyde Park verantwortlich für das leibliche Wohl der Gäste. Sein Handwerk hat er in „The Fat Duck“ gelernt. Dort war er zuletzt Executive Head Chef. Sein Mentor schaut ihm nur gelegentlich über die Schulter.  "I'll be around, but basically I'm in Bray”, so Blumenthal.

Bray ist die Heimat der fetten Ente, die seit elf Jahren drei Michelin-Sterne trägt. "The Fat Duck“ ist – wenn sie so wollen – eine angemessene Entschuldigung für die Verwüstungen, die die englische Küche in all den Jahrhunderten auf den Papillen der Gourmets hinterlassen hat. Eine Küche, von der Jacques Chirac, der frühere französische Präsident, einmal behauptete, sie sei die fürchterlichste der Welt – nach der finnischen.

Das hindert den gebürtigen Briten Ashley Palmer-Watts nicht daran, gerade diese Küche im Mandarin Oriental zu zelebrieren. Inspiriert wird er dabei von historischen Rezepten seiner Heimat. Inspiriert ist das richtige Wort. Denn das, was letztlich dabei herauskommt, hat mit dem Vorbild nur noch eine grobe Ähnlichkeit. Vergleichbar mit einem Hollywood-Film, der auf einer Romanvorlage basiert.

Wir beginnen mit einer über Heu geräucherten Makrele auf Lemon Salat und gegrillten Jakobsmuscheln mit Gurken-Ketchup. Das Muschel-Rezept stammt aus der Feder von Mistress Meg Dodds. Die Dame führte im 19. Jahrhundert das Cleikum Inn in der Nähe von Edinburgh. Palmer-Watts entnahm das Rezept „The Cook and Housewife’s Manual“ und machte daraus nicht weniger als einen kulinarischen Blockbuster.

Weiter geht es mit einem Ragú aus Schweineohren mit Anchovis, Zwiebeln und Petersilie. Diese Kreation aus dem Jahre 1750 war „sensationell“. So der Kommentar meiner Begleitung, einer geradezu militanten Gegnerin von Schweinefleisch. Und schließlich die „powdered“ Ente mit geräuchertem Fenchel. Wie Palmer-Watts die Ente „gemahlen“ bzw. „gepulvert“ hat, wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass wir eine solche Ente nie zuvor gegessen haben. Sie war absolut perfekt.

Bei so hoher Kochkunst versteht es sich fast von selbst, dass Service und Ambiente nicht nur stimmen, sondern dem ganzen Auftritt einen angemessenen Rahmen verleihen. Alles in allem ist „The Dinner by Heston Blumenthal“ einen Umweg wert. Wir vergeben 8.6 Punkte.

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test tester6.1 Punkte

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