Die Sommeliers des Zwei-Sterne-Restaurants „Tantris“ in München Justin Leone und Stefan Peter empfehlen den 2011 Saar Riesling von Roman Niewodniczanski vom Weingut Van Volxem.
Zum neunten Mal wurde der „Meininger Award“ an Persönlichkeiten der internationalen Weinbranche verliehen. Zum „Weinunternehmer des Jahres - National“ kürte die Jury Markus Schneider aus Ellerstadt in der Pfalz. Der 38-jährige repräsentiert eine neue Generation von Winzern, die „anders denken und andere Wege gehen“.
Im Vergleich zum Geschlecht der Frescobaldi war die Dynastie der Medici neureich. Dieses Bonmot ist zu schön, um es nicht zu drucken. Auch wenn es Leonardo Frescobaldi, dem man es zuschreibt, selbst als „ein wenig unhöflich“ bezeichnet. Zeigt es aber doch das Selbstverständnis der Marchesi de‘ Frescobaldi, die in der Toskana für 700 Jahre Weinbau stehen. GOURMET GLOBE besuchte ihre Weingüter Tenuta di Castiglioni, südlich von Florenz, und Castel Giocondo, nahe Montalcino.
Die deutschen Winzer haben im vergangenen Jahr Wein im Wert von 321 Millionen Euro exportiert. Ein Rückgang von 15,2 Prozent. Probleme gab es vor allem in den volumenstarken Absatzmärkten wie den USA, Großbritannien und Russland. Dank des gestiegenen Durchschnittspreises für einen Liter Wein fiel das Minus im Wert mit 7,8 Prozent moderater aus.
Der Restaurantleiter des Drei-Sterne-Restaurants „GästeHaus Klaus Erfort“ in Saarbrücken, Jérôme Pourchère, empfiehlt die Weine des Newcomers Benjamin Leroux aus dem französischen Burgund.
Die Verbraucher haben im vergangenen Jahr wieder mehr und hochwertigere Weine gekauft. Der Absatz bei den Fachhändlern wuchs im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent und der Umsatz um zehn Prozent. Diese Zahlen meldete das „Deutsche Weininstitut“.
Großer Erfolg für deutsche Winzer in Asien. Auf einer verdeckten Vergleichsprobe Mitte Januar landeten acht heimische Erzeugnisse unter die Top 10. Sie behaupteten sich gegen eine Weinauswahl der „Hong Kong Wine Judges Association“.
Hohe Temperaturen im Herbst und geradezu explodierende Mostgewichte – das machte den Jahrgang 2011 schon vor der Ernte fast zur Legende. Dass er ein Jahrhundertereignis werden würde, war schnell beschlossene Sache. Einer der großen 11er-Jahrgänge: Nach 1811 und 1911 nun 2011. Daraus wird nichts! Leider sind gerade die Spitzen von zuviel Alkohol geprägt – so die Redakteure des Gault&Millau WineGuide Deutschland 2013 - sie lassen vor allem Frische vermissen.
Ferran Adria versteigert seinen Weinkeller – für die elBulli-Stiftung. Die kostbaren Bouteillen kommen unter anderen am 26. April in New York unter den Hammer. Die Auktion wird von Sotheby's organisiert. Angeboten werden insgesamt 8.807 Flaschen. Darunter: drei Flaschen Romanée Conti 1990 für geschätzte 47.500 Dollar.

Der Gambero Rosso – auch „Vini d’Italia“ – ist erstmals 1988 erschienen. Seitdem gilt er als das Standardwerk für den italienischen Wein. Die Redakteure des Guide verkosten jedes Jahr etwa 20.000 Weine von über 2.000 Winzern. Die besten Tropfen – etwa 400 - werden mit „Bicchieri“ ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung für „außergewöhnliche“ Weine heißt „Tre Bicchieri“. GOURMET GLOBE stellt die Drei-Gläser-Weine aller Regionen vor.
Er funkelt rubinrot. Er duftet nach Schwarzkirschen und Blaubeeren, dazu etwas Pflaume, Vanille und Karamell. Am Gaumen ist er würzig und kräftig. Der Abgang ist lang und fruchtig. Dieser Montepulciano d‘Abruzzo erhielt von Robert Parker 94 Punkte. Und der Gamberro Rosso adelte drei Jahrgänge (2001, 2003, 2005) mit „Tre Bicchieri“. Auf dem Etikett dieses kraftvollen, maskulinen Weins steht der Name einer Frau: Marina Cvetic. GOURMET GLOBE besuchte sie auf ihrem Weingut Masciarelli in San Martino sulla Marrucina.
Wenn der Nebbiolo der Prinz unter den Rebsorten ist, dann ist der Barolo der König der Weine, schrieb Lorenzo Fantini im Jahr 1879. Eine treffende Definition für einen Wein, der seit Generationen Gourmets in der ganzen Welt begeistert. Maurizio Rosso und Chris Meier porträtieren in ihrem Buch ‚Mythos Barolo' die Männer und Frauen, die hinter diesem Wein stehen.
Yountville in Kalifornien ist ein schläfriges, verstaubtes Städtchen: schiefe Telefonmasten, flache Häuser, halbleere Parkplätze, kleine Gasthäuser. So sieht es in jeder dritten Kleinstadt in den USA aus. Und doch pilgern Jahr für Jahr Tausende in den Norden der San Francisco Bay Area. Es ist ein nicht enden wollender Strom von Gourmets und Gourmands, die mit vollen Brieftaschen und leeren Mägen um Einlass bitten – in zehn der besten Restaurants des Golden State.
Mit ‚Zweitwein' wird – laut Weinlexikon – die preislich günstigere Variante des so genannten Grand Vin bezeichnet. Zweitweine (bisweilen sogar Drittweine) zu keltern, ist vor allem im Bordelais jährliche Praxis. Wobei die Kellermeister mit der gleichen Sorgfalt arbeiten wie bei den Crus. Ein Zweitwein ist also mitnichten Ausschussware.
Mit einer Erntemenge von 2,1 Millionen hl liegt das Weinjahr 2012 in Österreich deutlich unter dem langjährigen Mittel. Das ist vor allem auf den Spätfrost im Mai zurückzuführen, der besonders in Niederösterreich zu starken Einbußen führte. Die Qualität ist trotzdem als sehr hoch zu bewerten, und zwar für alle Anbaugebiete und Rebsorten. Das schöne Wetter gegen Ende der Vegetationszeit und während der Hauptlese hat für gesundes und reifes Traubengut gesorgt.
Mit Beginn des neuen Jahres hat der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) drei weitere Betriebe aus Württemberg aufgenommen. Für die Weingüter Beurer (Kernen-Stetten), Heid (Fellbach) und Kistenmacher-Hengerer (Heilbronn) ist die Aufnahme in den elitären Kreis deutscher Spitzenerzeuger eine Bestätigung ihrer jahrelangen Arbeit.
Paula Bosch hat das Bild der Sommelière in Deutschland geprägt wie keine andere. Sie ist seit über 30 Jahren im Geschäft. Zwanzig hat sie davon an der Seite von Hans Haas im Münchner Sternerestaurant „Tantris“ verbracht. Seit gut einem Jahr ist sie nun selbstständig: berät Restaurants und Hotels, moderiert Events und schreibt Wein-Kolumnen. GOURMET GLOBE sprach mit ihr in München.
Sensationeller Erfolg für deutsche Weine bei der Vergabe des internationalen Weinpreis „Mundus Vini“. Die hiesigen Winzer holten die meisten Goldmedaillen: 179. Erzeuger des Jahres in Deutschland wurde das Weingut Maximin Grünhaus von der Mosel. Das Gut errang sechs Goldmedaillen. Beim „Mundus Vini“ stellten sich 6.019 Weine aus 44 Ländern dem Urteil einer 300-köpfigen Jury, die sich aus 46 Nationen zusammensetzte. Die Weinexperten verkosteten die Gewächse verdeckt.
Die Koordinaten des französischen Savoir-vivre lauten: 49o 3’ Nord - 3o 57’ Ost. 140 Kilometer östlich von Paris wird seit drei Jahrhunderten das berühmteste Getränk der Welt produziert: der Champagner.
Premiere auf dem deutschen Buchmarkt. Zum ersten Mal beschäftigt sich ein Autor mit dem Thema „Schokolade und Wein“. Und wer könnte das besser als ein Konditormeister, der gerne Wein trinkt. Eberhard Schell beantwortet in seinem Buch fundiert und verständlich die Frage, welcher Wein zu welcher Schokolade passt.
Der „2009er Großkarlbach Burgweg Spätburgunder trocken - Großes Gewächs“ von Knipser gewann den Pinot Noir Cup 2013. „Der Feinschmecker“ hatte 443 Spätburgunder aus Österreich, der Schweiz und Deutschland blind verkostet. Der Gewinner, ab Weingut für 39 Euro erhältlich, duftet nach Schokolade und begeistert mit Fülle und Dichte.
Der Schweizer Sommelierverband hat das Restaurant „Pavillon“ im Hotel Baur au Lac am Zürichsee mit dem Award „Beste Weinkarte der Schweiz“ geehrt. Mehr als 500 Positionen aus 12 Ländern, darunter auch viele Schweizer Weine, sind der Grund für diese Ehrung. Zuständig für den Weinkeller ist Aurélien Blanc, Chefsommelier im „Pavillon“ und Autor des GOURMET GLOBE.
Die Wein Trophy des Genuss-Magazins „Falstaff“ erhielten in diesem Jahr: Hansjörg Rebholz vom Weingut Ökonomierat Rebholz in der Pfalz (Winzer des Jahres), Eva Fricke vom Weingut Eva Fricke im Rheingau (Newcomer des Jahres) und Jens Pietzonka vom Restaurant »bean & beluga« in Dresden (Sommelier des Jahres). Fritz Keller vom Weingut Franz Keller am Kaiserstuhl erhielt die Wein Trophy 2013 für sein Lebenswerk.
Der weltweite Markt für Champagner leidet zunehmend unter der europäischen Schuldenkrise. Die Exporte sind im ersten Halbjahr 2012 um 6,5% zurückgegangen. Experten der Reims Management School befürchten, dass die Schlussbilanz für 2012 noch schlechter ausfallen wird als im Vorjahr. Eine Erholung des Marktes prognostizieren sie nicht vor 2015. Die aktuellen Exportzahlen entsprechen übrigens dem Stand von 1991.
Zum ersten Mal wird der Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux (CIVB) mit einem eigenen Stand auf der ProWein vertreten sein. Vom 24. bis zum 26. März 2013 wird dem Fachpublikum am Stand der École du Vin de Bordeaux ein attraktives Programm rund um das Weingebiet Bordeaux und seine Weine geboten. Für die Seminare konnten namhafte Referenten aus der ganzen Welt gewonnen werden.
Vinum, das europäische Weinmagazin, hat eine neue Redaktionsspitze. Stephan Reinhardt (44), zuletzt Chefredakteur beim Abo-Newsletter „Weinwisser“, betreut künftig die deutsche Ausgabe. Der langjährige „Vinum“-Mitarbeiter Thomas Vaterlaus (52) übernimmt die Verantwortung für das Schweizer Heft. Unter der neue Leitung will „Vinum“ künftig journalistischer agieren. Unter anderen sollen umfangreiche Dossiers zu aktuellen Schwerpunktthemen publiziert werden.
Im französischen Restaurant „Zarges“ in Frankfurts Fressgass wurde die erste Riesling Lounge Hessens eröffnet. Die vom Deutschen Weininstitut initiierte Lounge führt neben den Top Riesling-Weinen 400 weitere hervorragenden Tropfen aus den deutschen Anbaugebieten. Auswählen kann man die Weine über ein iPad oder Smartphone, das im Zarges Restaurant als interaktive Weinkarte fungiert.
Vielfalt, Kombination und die Harmonie von Speise- und Weinkarte sind die Kriterien, nach denen die Weinkarte des Restaurants „Reiterzimmer“ zum zweiten Mal in Folge mit dem „Award of Excellence“ der US-Magazins Wine Spectator ausgezeichnet wurde. Auf der Karte von Chef-Sommelier Guarino Tugnoli finden sich über 1.000 edle Tropfen. Damit sind die Murnauer eines von weltweit 3.795 Restaurants, die die begehrte Auszeichnung 2012 erhalten haben.
Die Winery Heilbronn hat den diesjährigen Fachhandelspreis des Deutschen Weininstituts gewonnen. Die Auszeichnung wurde auf der internationalen Weinmesse ProWein in Düsseldorf erstmals vergeben. Den zweiten Platz belegte das Corveyer Weinhaus in Höxter, gefolgt von der Weinhandlung Molitor aus Recklinghausen.
Für die Winzer in der Champagne war 2011 das zweitbeste Jahr in der Geschichte: 322,9 Millionen Flaschen wurden verkauft. Sie erzielten einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Nur 2008 wurde weltweit mehr Champagner ausgeliefert. Auf dem deutschen Markt wurden 14,2 Mio. Flaschen abgesetzt. Ein Plus von 8,5 Prozent. Deutschland ist damit nach Großbritannien und den USA der drittgrößte Exportmarkt für die Champagne.
Die Zeitschrift „Weinwirtschaft“ hat den traditionsreichen Kölner Weinkeller zum "Weinhändler des Jahres" gekürt. Mit einem Umsatz von 4,3 Mio. Euro zählen die Kölner zu den umsatzstärksten deutschen Weinhandlungen. Sie verkaufen hauptsächlich Weine aus den großen klassischen Weinregionen Frankreichs. Zur "Weinabteilung des Jahres" wählte die Jury „Feine Kost“ in Düsseldorf. Der Feinkostmarkt ist einer von sieben Märkten des Genuss-Imperiums Zurheide.
Zuschlag für 37.000 Euro! Eine Nebukadnezar (15 Liter) des Masseto 2007 wurde von Sotheby’s in New York für diese Summe versteigert. Der neue Besitzer ist ein Sammler aus Asien. Der Jahrgang 2007 hat viele internationale Auszeichnungen erhalten. Der Wine Spectator zum Beispiel vergab 97 Punkte.
Über 162 Millionen Flaschen Cognac wurden 2011 weltweit getrunken. Neuer Rekord! Mit dem AOC-Branntwein wurde über zwei Milliarden Euro Umsatz erzielt.
Die erfolgreiche TV-Reihe "Weinwunder Deutschland" wird fortgesetzt. Die zweite Staffel startet am 7. Januar 2012 im Bayerischen Fernsehen. In sechs neuen Folgen präsentiert Stuart Pigott bekannte und weniger bekannte Weinlandschaften und unterhält sich mit den Winzern.
In Frankreich hat die Zahl der Winzer deutlich abgenommen. Laut Landwirtschaftsministerium ging die Zahl der Weingüter in den vergangenen zehn Jahren um ein Viertel auf 85.200 zurück. Die Anbaufläche verringerte sich im selben Zeitraum um elf Prozent auf 790.000 Hektar. Besonders betroffen war das Languedoc-Roussillon. Sie schrumpfte um fast ein Fünftel. Zwei Regionen verzeichneten dagegen mehr Weinberge: die Champagne und das Elsass.
In einer Blindverkostung aus über 180 Weinen wurde der trocken ausgebaute „Cellarius Lemberger 2009“ zum „Wein des Monats November“ gewählt. Der kräftige Rotwein der Weingärtner Dürrenzimmern-Stockheim eG passe, so die dehoga-Jury, perfekt zu saisonalen Gerichten wie Wild, Pfeffersteak oder würzigem Käse.
Wein.pur hat im Frühjahr 24 Tester in die Keller von 350 österreichischen Weingütern geschickt. Das Ergebnis dieser Verkostung war der Guide „Best of Austria 2011“, der im Zeitschriftenhandel erhältlich ist. Nun kann man diesen Wein-Guide auch gratis im App-Store von Apple downloaden und per iPhone, iPad oder iPod Touch durch die Weinregionen Österreichs navigieren.
Sensationeller Fund: FAZ-Redakteur Dr. Daniel Deckers entdeckte in der Hessischen Landesbibliothek in Wiesbaden die älteste Weinlagenkarte der Welt und damit die älteste Wein-Klassifizierung der Welt. Die wiederentdeckte Rheingau-Karte löst damit die Mosel-Saar-Weinbaukarte für den Regierungsbezirk Trier von 1869 ab.
Frauen, die ab und zu ein Glas Wein trinken, bleiben schlank. Das fanden Wissenschaftler in Boston heraus. Sie studierten die Trinkgewohnheiten von über 20.000 Frauen. Diejenigen, die täglich Wein tranken, nahmen weniger zu als diejenigen die Wasser oder Softdrinks zu sich nahmen. Erklärung: Der Körper wandelt Alkohol nicht in Fett um, sondern in Wärme.
