Wein

Deutschland: Immer weniger Weingüter

Der Konzentrationsprozess im deutschen Weinbau setzt sich unvermindert fort. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf der Basis aktueller Daten mitteilt, hat sich die Zahl der Weingüter in den vergangenen zehn Jahren von 29.200 auf 18.700 Betriebe verringert. Die Gesamtrebfläche von rund 100.000 ha hat sich in diesem Zeitraum allerdings nicht verändert.

Dieser Konzentrationsprozess ist darauf zurückzuführen, dass Betriebe mit weniger als einem Hektar Rebfläche ihre Weinberge an andere Traubenerzeuger abgegeben haben. Entsprechend ist in diesen zehn Jahren der Anteil von Weingütern mit mehr als fünf Hektar Rebland von 20 auf 32 Prozent angestiegen und der der Kleinstbetriebe von 43 auf 27 Prozent gesunken. Die Genossenschaften selbst sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt.

„Angesichts des wachsenden Wettbewerbdrucks müssen viele Weingüter aus betriebswirtschaftlichen Gründen wachsen, insbesondere wenn junge Betriebsnachfolger mit in das Unternehmen einsteigen und Investitionen beispielsweise in moderne Vinotheken oder Kellertechnik getätigt werden“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Gleichzeitig gehe mit dieser Entwicklung aber auch eine Professionalisierung der Weinbranche einher.

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