Winzer setzen Radiowellen gegen Weinfälscher ein

Winzer setzen Radiowellen gegen Weinfälscher ein

Mit der Krise steigt die Zahl der Fälschungen von Luxusgütern. Die französischen Blätter Le Monde und Le Figaro alarmierten kürzlich ihre Leser, dass der chinesische Markt von gefälschten Grand Crus geradezu überschwemmt sei und empfahlen auch den europäischen Weintrinkern eine gewisse Wachsamkeit.

Die Spitzenwinzer des alten Kontinents haben bereits erste Gegenmaßnahmen ergriffen, um das Fälschungsrisiko auszuschalten. So setzt die Tenuta dell’Ornellaia aus Bolgheri in der Toskana ein RFID-Identifikationssystem ein. RFID ermöglicht mit Hilfe von Radiowellen die automatische Erkennung und Lokalisierung von Gegenständen.

Dieses System hat bei Ornellaia zwei Funktionen. Zum einen ermöglicht es, den Vertrieb der Weine zurückzuverfolgen und somit eventuelle Schwarzmarktaktivitäten zu verhindern. Zum anderen werden die Echtheit der Weine garantiert und Fälschungen vorgebeugt.

Das RFID-System besteht aus einem kleinen elektronischen Chip, der in das Rückenetikett und beim Distributeur eingebaut ist. Jedes Etikett erhält eine eigene Identifikationsnummer, die mit den elektronischen Teilen der Etikettiermaschine und den Lagertoren verknüpft ist. Auf diese Weise können Informationen zwischen dem Chip und der Kunden- bzw. Liefer-Datenbank gespeichert und zurückverfolgt werden.