Wein und Schokolade: Die perfekte Harmonie?

Wein und Schokolade: Die perfekte Harmonie?

wein und milchschokoladeNoch vor wenigen Jahren waren selbst Fachautoren von der Unvereinbarkeit von Wein und Schokolade überzeugt. Dies hat sich mittlerweile geändert. Heutzutage bieten Top-Sommeliers Seminare an, in denen Wein und Schokolade gemeinsam verkostet werden. Die Analogien beider Genussmittel liegen auf der Hand: Bei der Rebe wie bei der Kakaobohne spielen Parameter wie definierte Herkunft, Terroir, Sortenvielfalt, Geruchs- und Geschmackvielfalt zumindest im Premiumsegment eine wichtige Rolle.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist das komplexe Aromenspiel; beim Wein zählt man 850 bis 900 Aromen, bei Schokolade gar rund 1,100 Aromen. Der Chocolatier Eberhard Schell beispielsweise empfiehlt Weißweine ab Kabinett aufwärts zur gemeinsamen Degustation und rät dazu, Schokolade erst im Mund schmelzen zu lassen, bevor der Wein ins Spiel kommt. Gekühlter Wein nämlich kann zu Verklumpungen führen.

In Frankreich, Spanien, Italien und auch England hat man traditionell weniger Probleme damit, Wein zur Schokolade zu reichen. Ein gereifter Roter zum Schokodessert, ein fassgereifter Port zur edelsüßen Knabberei, ein Likörwein oder PX-Sherry zum süßen Finale eines Menüs gehören zu den Klassikern.

wein und bitterschokoladeIn Deutschland mochte man jedoch lange Zeit eher die einfache Milchschokolade, deren Zuckergehalt sich schwerlich mit Wein verträgt. Seit es auch in diesem Segment entsprechende Premiummarken mit circa 40 Prozent Kakaoanteil gibt, werden gerne Grauburgunder, buttrige Chardonnays mit Holznoten, edelsüße Rieslinge oder Muskattrollinger mit diesen hochwertigen Vollmilchschokoladen kombiniert. Mitunter arbeiten Chocolatiers wie Eberhard Schell mit Gewürzexperten wie Ingo Holland oder Sommelières wie Claudia Stern zusammen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Edelherbe Schokoladen wiederum passen je nach Herkunft und Aromenspiel zu einer ganzen Reihe von Weinen. Sind es feinfruchtige Schokoladennoten, ergänzt ein entsprechend fruchtiger Zweigelt, Lemberger, Saint Laurent oder gar Malbec den Genuss. Bei herben Schokoladen, zu denen man sich auch feine Zigarren oder getorfte Whiskys denken kann, passen körperreiche, maskuline Weine wie Barbera, Primitivo, Tempranillo oder Pinotage.

wein und weiße schokoladeJe höher der Kakaoanteil in der Schokolade, desto trockener darf der Wein sein. Und umgekehrt: Je tanninhaltiger ein rotes Gewächs, desto milder sollte die Schokolade sein. Auch Pralinen mit weiniger Füllung gibt es mittlerweile. Top-Chocolatiers scheuen sich nicht, im Barrique ausgebauten Grauburgunder mit weißer Schokolade und Milchschokolade zu kombinieren, Lemberger-Trüffel herzustellen, Champagnergelee in Trüffel zu füllen oder Eisweintrüffel aus Lemberger Eiswein und Silvaner Trockenbeerenauslese zu kredenzen.

Fotos: © Deutsches Weininstitut

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