Kochen

Food Trends 2015: Gesund und hausgemacht

Der moderne Verbraucher hat Spaß am Kochen und an einer gesunden Küche. Er schätzt neue Lebensmittelkombinationen, aber auch Großmutters Wissen. Das zeigt der Food Report 2015, der vier Trends im Lebensmittelbereich herausstellt. Hybrid Food, Soft Health, Food Pairing und Do it yourself prägen die künftige Esskultur.

Hybrid Food umschreibt das Mixen, Mischen und Kreuzen von Lebensmitteln. Küchentraditionen der ganzen Welt werden zusammengeführt. Alles ist erlaubt: Obst darf mit Gemüse kombiniert werden, Fisch mit Fleisch, Süßes mit Salzigem, Warmes mit Kaltem, asiatische Gewürze mit europäischen Spezialitäten. Das bringt auch neue Markenprodukte hervor wie den „Cronut“, eine Mischung aus Croissant und Donut. Außerdem verschwimmen die Grenzen zwischen Restaurant und Supermarkt: das Shoppingerlebnis wird mit Essen und Kochkursen verbunden.

Soft Health steht für gesunde Ernährung, die auch schmeckt. Es werden nicht einzelne "ungesunde" Produkte verboten, sondern der Fokus liegt - laut Food Report 2015 - auf einem ausgewogenen Speiseplan mit viel Obst, Gemüse und Getreideprodukten. Der Boom der veganen und vegetarischen Küche ist Ausdruck dieser Entwicklung, durch die teilweise ganz neue Produkte entstehen. Ein Beispiel ist „Valess“, ein Fleischersatzprodukt aus Milch und Pflanzenfaserstoffen.

Food Pairing bezeichnet die Paarung von unterschiedlichen Lebensmitteln und Aromen. Ein Trend, der auf wissenschaftlichen Geschmacksanalysen beruht. Je mehr es dabei Übereinstimmung bei den Schlüsselaromen gibt, desto besser passen die Lebensmittel zueinander. Eine ideale Kombination ist zum Beispiel ein bittersüßes Dessert aus Sauerampfer, Pistazie, Grüner Tee und Basilikum.

Do it yourself erklärt sich von selbst: Obst und Gemüse im eigenen Garten anbauen, Brot backen und Marmelade einkochen. Immer mehr Menschen legen Wert auf Hausgemachtes.Verbraucher haben Spaß an der eigenen Lebensmittelherstellung und sehen sie als Ausgleich zum Alltag. Zudem sei der Do it yourself-Trend ein Ausdruck des Vertrauensverlusts gegenüber der Lebensmittelindustrie und des Wunsches nach einer unabhängigen Nahrungsmittelversorgung. Der Konsument wünscht sich immer stärker Geschmackserlebnisse frei von Zusatzstoffen und künstlichen Aromen.

Quelle: aid

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